Feder einer Federkernmatratze
Federkernmatratzen Test: Das Wichtigste zu der Federkernmatratze auf einen Blick:

  • Eine Federnkernmatratze ist für Leute hervorragend geeignet, die nachts schwitzen und eher ungeeignet für Personen, die nachts frieren.
  • Sehr gut geeignet für Menschen mit hohen Gewicht.
  • Empfehlenswert für Rücken- und Bauchschläfern – nicht geeignet dagegen für Seitenschläfer und Menschen, die gern weich liegen.
  • Weitere Matratzen Arten gibt es hier im großen Matratzen Test

Die verschiedenen Arten einer Federkernmatratze im Test

Alle Federkernmatratzen, die im Handel angeboten werden, bestehen aus einem Stahlfederkern. Dabei muss zwischen drei grundsätzlichen Bauarten unterschieden werden:

Dem Bonnelfederkern

Dieser besteht aus taillierten Stahlfedern, deren Verbindung eine Spirale ist. Zudem gibt es auch Endlos- und Leichtfederkerne, die ebenfalls zu den Bonnellfedern zählen. Diese weisen wiederum etwas abweichende Eigenschaften auf. Die Bauart ist zwar sehr preiswert, aber dafür auch weniger flexibel und zudem weniger haltbar als Taschenfederkerne.

Die einfachen Taschenfederkerne

Die Taschenfedernkerne sind reihenweise in Stofftaschen eingenäht. Die Flexibilität und die Punktelastizität sind bei den Taschenfederkernen höher als bei den Bonnellfederkernen. Jedoch liegt eine Taschenfederkernmatratze auf einem verstellbaren Lattenrost nur bedingt gut.

Die Tonnentaschenfederkerne

Diese bestehen aus Metallfedern die eine bauchige Form aufweisen und dadurch flexibler als die einfachen Taschenfedernkernmatratzen sind. Diese Form ist zugleich auch die teuerste, aber die Hersteller tendieren aufgrund des hohen Komforts zunehmend zu den Tonnentaschenfedern und bestücken die Reihen mit Schaumstoff. Durch diese Bauart erweist sich die Matratze dann sowohl biegsam als auch punktelastisch und greift zugleich die Vorteile des Schaumstoffs auf, der sich sehr gut an die Körperkonturen anpasst. Sollten die Preise für diese Matratzenart weiter sinken, dann dürften sie sich langfristig gesehen immer mehr durchsetzen.

Die Polsterung der Federkernmatratzen wird auf verschiedene Art und Weise vorgenommen. Dabei werden unterschiedliche Filze, Vliese und Schaumstoffarten verwendet. Darüber ist dann in der Regel ein abnehmbarer und waschbarer Bezug gezogen. Kunden sollten schon allein in Hinsicht auf die Hygiene auf ein solches Modell setzen.

Welche Vorteile weist eine Federkernmatratze auf?

Der größte Vorteil einer Federkernmatratze ist das ausgeglichene Raumklima, gefolgt von der hohen Punktelastizität. Das Raumklima ist durch die Bauart der Matratze gegeben, denn schließlich weisen die Federn viel Raum auf, in dem die Luft ganz problemlos zirkulieren kann. Allerdings kann sich durch diese Luftzirkulation die Matratze durch die Körperwärme kaum erwärmen und genau das Bevorzugen einige Menschen, anderen ist das eher „zu kalt“.

Des Weiteren wird auch die Punktelastizität von einigen sehr geschätzt und andere wiederum ziehen die Kaltschaummatratze, die sich weich an den Körper anpasst und diese Anpassung auch für einige Momente beibehält, wohingegen die Federn der Federkernmatratze naturgemäß bei jeder Drehung des Schläfers wieder ihre Ausgangsposition annehmen.

Doch entscheidend ist die Gesamtqualität der Federkernmatratzen. Was die Produktionskosten von Federkernmatratzen angeht, so übersteigen diese die von anderen Matratzen erheblich, wie beispielsweise von Kaltschaummatratzen.

Die Federkernmatratzen im Test bei Stiftung Warentest & Ökotest

Viele Kunden sind davon überzeugt, dass eine Matratze für teuer Geld qualitativ hochwertiger ist und mehr Schlafkomfort bietet und eben aus diesem Grund sind sie bereit, ein kleines Vermögen für die neue Matratze auszugeben. Aber in vielen Fällen ist das gar nicht notwendig, denn laut einem Test der Stiftung Warentest schneiden auch günstige Modelle gut ab. So konnte beispielsweise ein günstiges Modell für rund 250 Euro im Matratzen Test sehr gut abschneiden, und überzeugte die Tester mit hervorragenden Liegeeigenschaften und langen Haltbarkeit.

Was bedeutet das im Klartext? Das bedeutet, dass teuer nicht automatisch besser ist! So zählte zu den teuren Modellen eine Matratze des Herstellers Schlaraffia und diese konnte im Test nicht zu 100 % zu überzeugen. Von den Testern wurde beispielsweise die Feuchtigkeitsempfindlichkeit bemängelt, die die Matratze bei starken Schwitzen aufweist. Im Test schnitt das teure Modell mit einem Preis von rund 500 Euro am schlechtesten ab. Zudem wurden auch die starke Geruchsbildung nach dem Auspacken und die Verarbeitung von den Testern bemängelt.

Die Tester bewerteten allerdings unabhängig von der Preisklasse das Schlafklima bei allen Matratzen positiv und auch in anderen Kategorien schnitten sie ähnlich ab. Was die Haltbarkeit der Matratzen angeht, so konnte diese ebenfalls überzeugen und wurde mit „Gut“ bewertet. Ganz besonders der Matratzenbezug konnte im Test überzeugen und einige Modelle erhielten sogar das Qualitätsurteil „sehr gut“. Allerdings stellte sich das Versprechen mancher Hersteller, dass ihre Matratze besonders allergikerfreundlich ist, als falsch heraus, denn diesen sicheren Schutz können nur spezielle Bezüge, die sogenannten „Encasings“ bieten.

Auch Öko-Test hat Federnkernmatratzen genau unter die Lupe genommen und testete insgesamt 10 Federkernmatratzen. Dabei legten die Tester ihren Fokus ganz besonders auf die Elastizität der Matratzen, sprich, wie gut die Matratze die Wirbelsäule in der Seiten- und Rückenlage entlastet und entspannt. Das Ergebnis: Drei der 10 getesteten Modelle wurden mit „Gut“ beurteilt und der Rest schnitt gerade einmal mit „befriedigend“ ab. Doch alle 10 konnten in Hinsicht auf die Inhaltsstoffe überzeugen und wiesen keinerlei schädliche Stoffe auf.

Eigenschaften und Eignung einer Federkernmatratze

Eine Federkernmatratze ist aufgrund ihrer stabilen Metallkonstruktion sehr robust, formstabil und langlebig – vorausgesetzt dass man sich für ein entsprechen qualitativ hochwertiges Modell entscheidet.

Bei einer konventionellen Federkernmatratze sind lediglich die Flächen elastisch und das bedeutet, dass die Fläche in unmittelbarer Nähe des Schlafenden einsinkt. Jedoch liegt es sich auf einer herkömmlichen Federkernmatratze sehr bequem, sofern man nicht gerade an Rücken- oder Nackenschmerzen leidet.

Insbesondere punkten die Federkernmatratzen durch ihre Atmungsaktivität, denn ihre feinporige Oberfläche nimmt die abgesonderte Feuchtigkeit des Schläfers schnell auf und leitet sie dann sofort in die Hohlräume des Matratzenkerns. Vor dort wird er dann an die Umgebungsluft abgegeben, wodurch die Matratze besonders für die Personen, die stark schwitzen hygienisch ist. Durch diese Atmungsaktivität fühlt sich die Oberfläche der Matratze auch stets kühl an, denn sie reagiert nicht auf die Körperwärme des Schläfers. Durch diesen Umstand ist die Matratze nicht sonderlich für Menschen geeignet, die schnell frieren, denn die hohe Atmungsaktivität leitet die Körperwärme ebenfalls schnell ab und kühlt somit den Körper auch im Winter – hier ist dann ggf. eine zweite Decke hilfreich.

Menschen mit starken Übergewicht sind mit einer Federkernmatratze bestens beraten, denn sie kann bis zu 200 kg tragen – Bonnellfederkernmatratzen 80 – 100 kg. Für die Personen, die es vorziehen eher auf einem weichen Untergrund zu schlafen, sind die Bonnell Matratzen empfehlenswert. Die übrigen Modelle der Federkernmatratzen sind für die Schläfer geeignet, die es härter vorziehen und bevorzugt auf dem Rücken oder dem Bauch schlafen.

Ein Nachteil ist, dass die Federkernmatratzen ziemlich schwer sind und daher wird zum Wenden der Matratze doch einige Anstrengung benötigt. Die Matratze sollte spätestens nach zwei Monaten einmal vertikal und horizontal gewendet werden. Zudem ist es auch ratsam die Matratze regelmäßig zu lüften, damit die Feuchtigkeit, die sich noch in der Matratze befindet, entweichen kann. Durch das Wenden wird sichergestellt, dass die Matratze gleichmäßig belastet wird.

Was ist beim Kauf einer Federkernmatratze zu beachten?

Beim Kauf sollte beachtet werden, dass Federkernmatratzen eine Sommer- und Winterseite aufweisen, die durch entsprechende Symbole gekennzeichnet sind oder durch einen entsprechenden Aufdruck. Diese Matratzen-Modelle dürfen dann nur horizontal gewendet werden, denn sie verfügen oben und unten über verschiedene Festbezüge. Die Sommerseite ist mit kühlenden Materialien versehen wie Baumwolle, Seide oder Satin, während die Winterseite über eine Wärme speichernde Polsterung aus 100 % Schurrwolle besteht.

Die herkömmlichen Federnkernmatratzen weisen keine Einteilung in Liege-Zonen ein und sind mit weniger als 600 Druckfedern im Matratzenkern versehen. Das bedeutet, wenn eine Matratze mit Liegezonen gewünscht wird, dann sollte eine Taschen- oder Tonnentaschenfederkernmatratze gekauft werden. Aber auch dort sind Unterschiede zu beachten, in Bezug auf die Liegequalität.

Eine herkömmliche gute Federkernmatratze kann bereits relativ günstig erstanden werden. Doch wer eine punktelastische Matratze wünscht mit mehreren Liegezonen, der muss mehr investieren.

Darauf sollte beim Kauf geachtet werden:

Der Härtegrad

Der Hersteller der Matratze legt den jeweiligen Härtegrad fest und es werden Matratzen mit den verschiedensten Härtegraden angeboten. Bei der klassischen Härtegradeinteilung wird von H1 bis H3 unterschieden:

H1 für eine besonders weiche Liegequalität und für Menschen bis zu 60 kg Körpergewicht.
H3 gewährleistet eine harte Liegequalität und für Menschen ab 80 kg.

Wer jedoch schwer ist, aber gern weich liegt, der greift dann auf H2, der mittel-harten Liegequalität zurück. Der Härtegrad der Federkernmatratzen ist abhängig von der Anzahl und der Stärke der verbauten Druckfedern.

H1: Federn mit einem Durchmesser von 2 mm
H3: Federn mit einem Durchmesser von 2,4 mm

Dazu kommt, dass je nach Härtegrad Schaumstoffe verwendet werden, die ein höheres oder niedrigeres Raumgewicht aufweisen. Zudem verfügen die H3 Matratzen auch noch zusätzlich über einen festeren Polsterbezug als die H1 und H2 Matratzen.

Das Raumgewicht

Die höherwertigen Federkernmatratzen weisen ein Raumgewicht von mindestens RG 40 auf und einen besseren Liege-Komfort und eine höhere Langlebigkeit bieten die Matratzen mit einem Raumgewicht von RG 50. Liegt das Raumgewicht höher, dann wird von Premium Matratzen gesprochen.

Die Höhe der Federkernmatratze

Außerdem ist auch die Höhe des Matratzenkerns für die Qualität der Matratze ausschlaggebend. Hier gilt: Je höher der Matratzenkern, desto besser reagiert er auf Druck.

Der Bezug

Die Waschbezüge bzw. die abnehmbaren Matratzenbezüge sind mit einem Reißverschluss ausgestattet, der rund um die Matratze läuft. Damit kann der Bezug ohne großen Aufwand abgenommen und gewaschen werden. Dies schützt die Matratze vor Staub, Feuchtigkeit und Schmutz und verbessert zugleich das Schlaf-Klima. Je nachdem, für welchen Hersteller und welches Matratzen-Modell man sich entscheidet, kann der Matratzenbezug aus folgenden Materialien bestehen:

  • Baumwolle
  • Jersey
  • Baumwoll-Jersey-Gemisch
  • Tencel Waschbezug

Der Lattenrost

Für eine Federkernmatratze sollte ein statischer Lattenrost verwendet werden, da für einen verstellbaren, die Federkernmatratze nicht flexibel genug ist. So würde man auf einem verstellbaren Lattenrost, aufgrund der anders positionierten Druckfedern nicht unbequem schlafen, zudem könnten die Federn auch das Schaumstoffpolster beschädigen.

Erfolgreiche Federkernmatratzen Hersteller

  • Badenia
  • Gigapur
  • Ravensberger
  • Schlaraffia
  • Betten-ABC
  • Brunobett

Fazit

Eine Bonnell Federkernmatratze kann mit guten Gewissen gekauft werden, die als Zweit-Matratze beispielsweise für das Gästezimmer verwendet wird. Doch wer auf einen sehr hohen Schlafkomfort Wert legt, der ist mit einer Taschen- oder Tonnentaschenfedernkernmatratze wesentlich besser beraten. Für den Schläfer, der nicht allzu hohe Ansprüche stellt und auch nicht über orthopädische Probleme klagt, für den ist eine hochwertige Federkernmatratze, mit einer Sommer- und Winterseite in der Regel ausreichend.