Lattenrost unter Matratze
Es ist nicht nur eine richtige Matratze erforderlich, um einen guten erholsamen und gesunden Schlaf zu genießen, sondern es wird auch ein passender Lattenrost benötigt. Die Verbindung Matratze und Lattenrost gilt als essenziell.

Eine Kaltschaummatratze beispielsweise weist eine sehr gute Punktelastizität auf – jedoch muss sie von unten belüftet werden und eben dafür ist ein Lattenrost notwendig. Es werden im Handel die unterschiedlichsten Modelle angeboten, die sich erheblich unterscheiden. Ein „schwereloser Schlaf“ oder „schlafen wie auf Wolke 7“, wie es von manchen Herstellern versprochen wird, ist jedoch nicht so selbstverständlich – der Lattenrost Test zeigt auf:

Der Lattenrost

Ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch mit Schlafen und das entspricht rund 200.000 Stunden! Es kann ein durchaus langer Weg sein, in ein gutes Bett zu investieren, um letztendlich einen gesunden, erholsamen und vernünftigen Schlaf zu genießen. Doch es wird sich sehr schnell herausstellen, dass sich diese Investition bezahlt macht, wenn man merkt, dass die Zeit in der man wach ist, viel effektiver genutzt werden kann. Ein gutes Bett beginnt mit einem guten Rahmen, setzt sich über den Lattenrost fort, bei dem die Latten senkrecht zur langen Richtung des Bettes montiert sind, und findet sein Ende bei der perfekten Matratze.

Die Aufgabe des Lattenrostes

Die Matratze wird von dem Lattenrost unterstützt. Ein Lattenrost kann sowohl aus Metall- als auch aus Holzlatten bestehen im Gegensatz zu den in den USA stark verbreiteten Boxspringbetten. Diese kennt der eine oder andere eventuell aus dem Hotel, bei dem Bett und Matratze ungewöhnlich hoch sind für einen Deutschen. Der klare Vorteil des Lattenrostes besteht darin, dass die Boxspringbetten in der Regel deutlich teurer sind. Ein guter und günstiger Lattenrost ist heute dem minderwertigen Boxspringbett um Längen überlegen.

Ein Bett sieht häufig wie ein sehr einfaches Möbelstück aus, doch dabei kann es sehr komplex sein. Das hängt häufig mit der Matratze zusammen und wie diese von dem Lattenrost unterstützt wird. Eine Matratze kann durchaus sehr schwer sein und die Aufgabe des Lattenrostes ist es, diese immer zu balancieren und ruhig zu halten.

Lattenroste werden in den verschiedensten Arten angeboten und dabei unterscheiden sie sich in ihrer Art, wie die Matratze von ihnen unterstützt wird. So können Lattenroste teilweise verstellt werden und unterscheiden sich auch dadurch, wie viel Luft sie an die Matratze lassen bzw. wie viel Luft sie der Matratze lassen, um zu zirkulieren. Weitere wichtige Faktoren sind die Belastbarkeit sowie die Geräusche, die der Lattenrost erzeugt, wenn er gebraucht wird. Ein Lattenrost sollte grundsätzlich die natürliche S-Form der Wirbelsäule unterstützen und dazu muss er sich der Körperform anpassen. Denn nur so kann er an den vorgesehenen Stellen nachgeben und sicherstellen, dass das Rückgrat in der Seitenlage nicht durchhängt. Auf die Dauer verhindert ein guter Lattenrost Haltungsschäden und Rückenschmerzen.

Die einzelnen Lattenrosttypen

Standardlattenroste

Sie stellen die günstigste Alternative dar, denn die gebogenen Federleisten sind recht unflexibel. In der Regel verfügt ein solcher Lattenrost über rund 20 Latten und somit wird für eine gute Luftzirkulation gesorgt. Doch hier kann der Liegekomfort etwas eingeschränkt sein, denn hier passen sich weniger Latten an den Körper an.

Anpassbare Lattenroste

Diese stellen bereits einen besseren bzw. höheren Liegekomfort dar. Allerdings ist die Anschaffung eines solchen Modells mit höheren Anschaffungskosten verbunden. Jedoch haben diese Roste einen Vorteil: Sie überzeugen mit Doppelleisten in bestimmten Körperzonen, sodass es möglich ist, den Härtegrad nach Bedarf einzustellen. Die Einstellungen lassen sich hier mithilfe von schiebbaren Spannern nach schnell und ohne Probleme vornehmen. Durch das Verstellen trägt entweder eine einzelne Leiste das Gewicht des Schlafenden oder aber beide Leisten. Bei letzterer Möglichkeit ist ein unterschiedliches Einsinken möglich.

Bewegliche Lattenroste

Diese Lattenroste sind in 4 oder 5 Zonen aufgeteilt und lassen sich obendrein auch in ihrer Höhe verstellen. Ein beweglicher Lattenrost ist mit einer Komfortvariante ausgestattet, bei der ein Motor die Höhenverstellung elektrisch übernimmt. Jedoch muss hier beachtet werden, dass die Matratze eine gewisse Flexibilität aufweisen muss, damit die Höhe am Rost durchgeführt werden kann.

Tellerlattenroste

Die sogenannten Tellerlattenroste vermitteln dem Schläfer ein weiches Liegegefühl und hier sind die Latten tatsächlich mit zusätzlichen Tellern ausgestattet. Diese sind so an die Latten angebracht, dass pro Leiste sechs Teller vorhanden sind, die in jede Richtung gekippt und gedreht werden können.

Elektrischer Lattenrost

Bei diesen Lattenrost-Modellen können die Liegezonen elektrisch verstellt werden, wobei die Härtegrade in sieben bis neun Stufen eingestellt werden können.

Der Rollrost – aufrollbarer Lattenrost

Der aufrollbare Lattenrost stellt einen weiteren Lattenrosttyp dar. Das funktioniert, in dem die vorhandenen Holz- oder Kunststoffleisten mit einer Schnur und entsprechenden Abstandhaltern verbunden sind. Der Vorteil hier ist, dass dieser Lattenrost sehr einfach zu transportieren ist und der Nachteil ist, dass dieser Lattenrost keinen optimalen Liegekomfort garantiert. Der Grund dafür ist, dass die einzelnen Leisten sehr unflexibel sind und das Körpergewicht nicht abfedern können.

Welche Matratze für welchen Lattenrost?

  • Bonnellfederkernmatratze

Nur für Lattenroste, die nicht verstellbar sind, da bei einem verstellbaren Lattenrost Beschädigungen am Matratzenkern entstehen können.

Auch hier ist ein nicht verstellbarer Lattenrost angesagt, da auch hier der Matratzenkern beschädigt werden kann.

Dieser Matratzentyp kann mit einem Tellerlattenrost, einem verstellbaren und nicht verstellbaren Lattenrost verwendet werden. Damit bietet diese Matratze die höchste Flexibilität bei der Verwendung.

Sie ist für jeden Lattenrosttyp geeignet.

  • 5- und 7-Zonen-Matratzen

Die 5-Zonen-Matratze sollte mit einem 5-Zonen-Lattenrost verwendet werden und die 7-Zonen-Matratze entsprechend mit einem 7-Zonen-Lattenrost.

Welchen Lattenrost bei Übergewicht?

Bei Menschen, die über ein höheres Körpergewicht verfügen, ist es notwendig auf einen speziellen Lattenrost zuzugreifen. Diese sogenannten XXL-Schwerlast-Lattenroste sind für Menschen konzipiert, die an Übergewicht leiden. Diese Lattenroste sind extrem stabil, sind mit einer Mittelzonen-Verstärkung versehen sowie einer Beckenkomfortzone und einer flexiblen Schulterabsenkung. Aufgeteilt sind diese Lattenrost in drei Kategorien:

  • Bis zu 180 kg
  • Bis zu 200 kg
  • Bis zu 250 kg

Worauf achten beim Kauf eines Lattenrost?

Wenn der richtige Lattenrost ausgesucht werden soll, dann sollte man zunächst verschiedene Testberichte lesen. Die Stiftung Warentest hat in ihrer Ausgabe 10/2015 einen Lattenrosttest durchgeführt. Doch wie genau sich der Lattenrost auf den Schlaf auswirkt, das wird derzeit noch genau erforscht – aber dennoch lassen sich einige Kriterien für den Kauf eines Lattenrostes festlegen.

  • Personen mit höheren Körpergewicht sollten einen Lattenrost mit verstellbaren Härtegrad wählen, damit sie eine höhere Härte einstellen können.
  • Die Schläfer, die gern den Kopf und/oder die Füße höher lagern, sollten auf einen Lattenrost mit verstellbaren Kopf- und Fußteil zugreifen.
  • Gut beraten mit einem Lattenrost, der elektrische Verstellmöglichkeiten bieten, sind ältere Personen sowie Schläfer, die einen hohen Komfort wünschen.
  • Bei starken Schlafbewegungen ist die Federung eines Lattenrostes eher produktiv oder kontraproduktiv. Hier ist dann die Beratung eines Fachmannes notwendig.