Matratzen Arten
Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Visco-Matratze verfügt über einen Kern aus Viscoschaum und dieser reagiert auf Wärme- und Druckentwicklung. Damit passt sich die Matratze perfekt dem Körper an und die abgegebene Körperwärme wird gespeichert.
  • Die Kaltschaummatratze weist eine hervorragende Anpassungsfähigkeit vor – sowohl an den Körper als auch an den Lattenrost. Damit der Körper optimal abgestützt wird, sind oft verschiedene Liegenzonen eingearbeitet.
  • Die Latexmatratze ist besonders für Allergiker geeignet. Der Grund ist, dass Latex von Natur aus leicht antibakteriell und hygienisch ist. Selbst Milben sind weniger auf dieser Matratzenart zu finden. Zudem wird der Körper von der Matratze punktgenau unterstützt.
  • Die Federkernmatratze ist eine alte Bekannte und wird in drei Arten unterteilt:

Welche Matratzenart passt zu mir?

Was bei der Auswahl auch für Verwirrung sorgen kann, sind die individuell festgelegten Härtegrade von den einzelnen Herstellern. Damit das Liegen in Zukunft komfortabel und vor allem entspannend ist, sollte beim Kauf nicht nur auf den Härtegrad geachtet werden, sondern auch auf den Grad der Punktelastizität. Denn nur dann wenn die Punktelastizität gut ist, kann der Körper optimal gestützt werden. Ist das nicht der Fall, kann es zu Verspannungen, Rückenschmerzen und Druckstellen kommen.

Welche Matratze die richtige ist oder die passende, das ist zudem auch von dem Schlafverhalten abhängig sowie der Lieblings-Schlafposition. Je nachdem ob man lieber auf dem Bauch, dem Rücken oder auf der Seite schläft – muss die Matratze andere Anforderungen erfüllen. Der Körper muss von der Matratze ganz abhängig von der Liegeposition entweder punktuell oder flächendeckend getragen werden und ihm auch eine natürliche gerade Haltung ermöglichen.

Zudem stellt sich bei der Auswahl auch die Frage, ob man eher zu einem unruhigen Schlaf tendiert, also ob man sich oft hin- und her wälzt oder ab die Liegeposition in der Nacht kaum verändert wird. Ebenfalls bei der Auswahl von Bedeutung sind:

  • Persönliche Allergien
  • Das gewünschte Liegegefühl
  • Orthopädische Probleme wie Rückenschmerzen
  • Reaktionen auf Hitze und Kälte
  • Die Höhe des Matratzenkerns

Die Kaltschaummatratze

Die Kaltschaummatratze ist zumeist eine sehr leichte Matratzenart und kann daher auch zusammengefaltet transportiert werden. Diese Matratzen weisen eine hohe Punktelastizität auf und diese wird durch bis zu sieben unterschiedlich harten Liege-Zonen noch unterstützt. Aus diesem Grund passt sie sich der Körperkontur und dem Lattenrost sehr gut an. Aufgrund der Offen-Porigkeit sind die höherwertigen Kaltschaummatratzen auch atmungsaktiv und bieten zugleich eine gute Wärmeisolation, da sie die Körperwärme sehr gut speichern. Die Oberfläche des Matratzenkerns wird durch spezielle Schnitttechniken so aufgebrochen, dass die Feuchtigkeits-Ableitung und die Punktelastizität optimiert werden.

Die Federkernmatratze

Die herkömmliche Federkernmatratze besteht aus einer mehr oder weniger großen Anzahl von Stahlfedern, die verzinkt und miteinander verbunden sind. Umgeben ist der Federkern von einer Kalt-Schaum oder Schaumstoff Polsterung mit Filz-Auflage. In der Regel verfügen die Federkernmatratzen sogar über eine Winter- und Sommerseite. Letztere weist einen kühlenden Bezug auf, in der Seide oder Schurrwolle eingesteppt wurde und die Winterseite ist mit einer Versteppung von wärmenden Materialien versehen. Eine hochwertige Federkernmatratze ist sehr langlebig und liegt sich selbst bei übergewichtigen Schläfern nicht so schnell durch. Aufgrund der Federn haben diese Matratzen ein wesentlich höheres Eigengewicht und es liegt sich auf ihnen auch härter als auf anderen Matratzenarten. Aufgrund ihrer guten Belüftung sind sie für Milben-Allergiker nicht geeignet.

Die Taschenfederkernmatratze

Bei dieser Matratzenart ist jede Stahlfeder zusätzlich noch mit einem Stoffsäckchen umhüllt und bei manchen sind die einzelnen Feder-Reihen auch noch in eine Stofflage eingearbeitet, womit das Nachschwingen der Matratze verringert wird. Wegen der hohen Anzahl an Federn sind die Taschenfederkernmatratzen punkteleastischer und auch teurer als eine normale Federkernmatratze. Für eine optimale Belüftung der Matratze wird durch die vielen Hohlräume innerhalb des Kerns gesorgt. Auch der Wasserdampf, der durch das nächtliche Schwitzen entsteht, wird so gut abgeleitet und das ist besonders für die Stark-Schwitzer von Vorteil. Bei dieser Matratzen-Art wird die Strukturierung der Liegezonen über unterschiedlich starke Federn erreicht sowie durch mehr oder weniger harte Abdeckschäume oder Feinpolster. Der Federkern ist zumeist mit Kaltschaum ummantelt für ein härteres Liegen und für ein weicheres mit Visco-Schaum. Diese Matratzenart sollte nur auf einem stabilen Lattenrost liegen.

Die Latexmatratze

Die Latexmatratze bietet eine optimale Anpassung an den Körper und den verstellbaren Lattenrost, wobei die Matratzen aus Natur-Latex die beste Punktelastizität bieten. Beim Kauf besteht die Wahl zwischen:

  • Natur-Latex-Matratzen
  • Synthese-Latex-Matratzen
  • und die aus Misch-Latex.

Die Matratzen aus Misch-Latex werden oft fälschlicherweise als 100 % Natur-Latex deklariert und dazu kommt, dass sie über die schlechteren Liege-Eigenschaften verfügen und auch nicht so langlebig sind wie das Naturprodukt. Eine Latex-Matratze weist ein gutes Rückenverhalten auf und sollte es sich um eine Stift-Latex-Matratze mit großen Hohlräumen handeln auch eine hohe Atmungsaktivität. Das führt dazu, dass Wärmestaus und das normale nächtliche Transpirieren verhindert werden. Da die Latex-Matratzen über ein hohes Raumgewicht verfügen, sind sie verhältnismäßig schwer.

Die Visco-Matratze

Diese Matratzen sind aus Memory-Schaum hergestellt und dieser „merkt“ sich die Körperform des Liegenden und passt sich durch dessen Körperwärme exakt an. Doch aufgrund des trägen Rückstellverhaltens ist eine Visco-Matratze für einen unruhigen Schläfer eher problematisch, denn sie erhält keinen Liege-Druck von unten im Gegensatz zu anderen Matratzenarten. Doch wegen ihrer unübertroffenen Punktelastizität ist sie optimal für Bettlägerige und Menschen mit Bandscheiben-Problemen. Eine Visco-Matratze ist ein guter Wärmespeicher, doch kann sich in einem ungenügend beheizten Raum verhärten. Eine hochwertige Visco-Matratze ist teurer als andere Matratzenarten.