Kinder auf Matratze
Gesunder ausreichender Schlaf ist für Kinder das wichtigste für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung. Daher haben wir hier alle relevanten Infos im Bezug auf Kindermatratzen für Dich zusammengestellt. Zunächst das Wichtigste zum Kindermatratzen Test auf einen Blick:

Eine Kindermatratze unterscheidet sich in einem Punkt erheblich zu herkömmlichen Matratzen für Erwachsene: die Kindermatratze weißt keine Liegenzonen auf. Diese sind auch nicht unbedingt nötig. Kinder sind leichter und ihre Wirbelsäule benötigt nicht die Entlastung wie die eines Erwachsenen.

Dennoch sollte eine Kindermatratze nicht zu weich sein. Hier gilt, eher härter als weicher und die beste Kindermatratze ist die, in der das Kind weder zu tief noch zu wenig einsinkt, sondern in jeder Schlafposition angemessen von der Matratze gestützt wird. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass auf allen Seiten ausreichend Platz für das Kind vorhanden ist, da Kinder oftmals einen sehr unruhigen Schlaf haben.

Für Babys und Kleinkinder haben wir einen separaten Babymatratzen Test angelegt!

Kindermatratzen Testsieger

Die Stiftung Warentest testet immer wieder Matratzen für Kinder und die aktuellsten Testergebnisse stammen aus dem Jahr 2014. In der Ausgabe 03/2014 wurden die Ergebnisse von 12 getesteten Kindermatratzen veröffentlicht und sieben der 12 getesteten Modelle schnitten mit dem Qualitätsurteil „Gut“ ab. Fünf weitere erhielten das Qualitätsurteil „befriedigend“ und auch hier überzeugte Prolona sowie die Latex-Kokos-Matratze von Waschbär.

Der Unterschied zwischen Erwachsenen- und Kindermatratzen

Der größte Unterschied sind die verschiedenen Zonen über die eine normale Matratze verfügt. Es wäre theoretisch möglich, eine solche Matratze für das Kind zu kaufen. Das Kind wird höchstwarscheinlich im Kinderbett liegen, also einem Gitterbettchen mit den Standartmaßen (Maße der Matratze 70×140 cm)– doch teilweise suchen Eltern auch Kindermatratzen in der Größe 90 x 200 cm.

Unser Kindermatratzen Test zeigt, dass es teilweise Kindermatratzen gibt, die zwei verschieden Seiten aufweisen: Eine für das Baby und eine andere für das Kleinkind.

Was ist zu beachten bei einer Kindermatratze und welches ist die richtige Größe?

Damit sich der Kinderkörper in der Nacht gut regenieren kann ist es wichtig eine ruhige Schlafumgebung zu schaffen und vor allem eine geeignete Matratze zu nutzen. Je nach Alter und Schlafgewohnheit verbringen Kinder zwischen 9 und 13 Stunden im Bett. Ein Blick auf diese Zeiten zeigt wie wichtig gute Kindermatratzen für die Gesundheit der Kinder sind.

Bei der Größe der Kindermatratze muss beachtet werden, dass es auf dem Markt viele verschiedene Ausführungen und Größen gibt.

Im Kindermatratzen Test haben die Kindermatratzen die Maße einer Erwachsenenmatratze: 140 x 200 cm. Selbstverständlich bringt ein Kind noch nicht das Gewicht eines Erwachsenen mit, dennoch ist es wichtig, dass die Muskulatur gut unterstützt wird, denn ansonsten kann es selbst im Kindesalter bereits zu Rückenschmerzen kommen. Im Prinzip sollte die Kindermatratze nicht zu weich sein, denn dann sinkt der kleine Körper ein, doch auch eine zu harte Matratze ist nicht optimal, denn darauf kann kein gutes Schlafgefühl entstehen. Des Weiteren sollten die Matratzenränder stabil sein (fest und extra verstärkt), denn Kindermatratzen werden nicht nur zum schlafen, sondern auch sehr gern zu herumtoben genutzt.

Die verschiedenen Arten von Kindermatratzen

Die Matratzen unterscheiden sich im Material und es werden Schaumstoff-, Hartschaum-, Latex- und Kokos-Latex-Kindermatratzen angeboten.

Die Schaumstoff-Matratzen:
Die einfachen Kindermatratzen aus Polyurethan-Schaumstoff, sind sehr weich und weisen keine verschiedenen Zonen auf, sondern sind aus einem Block gefertigt. Aus diesem Grund sind diese Matratzen auch sehr preisgünstig. Die fehlenden Liegezonen stellen wie schon einführend erwähnt kein Problem dar, sondern sind sogar erwünscht.

Die Vorteile:

  • Günstig und leicht
  • Keine Zonen

Die Nachteile

  • Es ist eine Bildung von Liegekuhlen möglich
  • Das Schlafklima ist nicht optimal

Die Kaltschaum Kindermatratzen
Die Kaltschaum Kindermatratzen bzw. Kaltschaummatratzen für Kinder bestehen aus Hartschaum. Diese werden zwar auch aus PU hergestellt, die Herstellung ist jedoch viel aufwendiger. Hier wird durch Materialien wie Viskoseschaum für ein besseres Schlafklima gesorgt. Dieser verhärtet oder verweichert sich dann je nach Temperatur. So wird die Liegefläche angenehm gestaltet und der Druck besser verteilt, als bei den herkömmlichen Schaumstoff-Matratzen.

Die Vorteile:

  • gutes Schlafklima
  • sie gibt gleichmäßig nach

Die Nachteile

  • Bildung von Liegekuhlen möglich

Die Latex-Kokos Matratze

Dieser Matratzenart ist die beste unter allen Kindermatratzen, denn die Kombination aus Latexmatratze und Kokos ist entsprechend fest und stabil, aber dennoch luftdurchlässig. Ein weiteres großes Plus ist das gleichmäßige Nachgeben der Liegefläche auf Druck, was der spezifischen Materialeigenschaft des Latex zu verdanken ist.

Die Vorteile:

  • Ein gutes Schlafklima
  • Langlebig
  • gute Belüftung

Die Nachteile

  • Schwer
  • Teuer

Darauf muss beim Kauf einer Kindermatratze geachtet werden

Soll es eine harte oder weiche Matratze sein?
Wie bereits erwähnt, es gibt keinen Zusammenhang zwischen weichen Matratzen und dem plötzlichen Kindstod. Aus diesem Grund lautet die Antwort auf die Frage, weich oder hart: eine harte Matratze für das Babybett.

Die Matratzenkante
Eine Kindermatratze sollte über eine feste Trittkante verfügen, so wie es bei den Matratzen von Träumeland oder Ikea der Fall ist. Damit wird vermieden, dass das Baby in irgendeiner Form zwischen dem Bett und der Matratze stecken bleibt.

Nutzungsdauer
Die Haltbarkeit der Kindermatratzen ist kurz und diese halten nur wenige Jahre. Doch nicht nur die Haltbarkeit ist ein Grund die Kindermatratze nach circa fünf Jahren zu erneuern, sondern auch die zunehmende Körpergröße. Hier gilt aus Faustregel: Wenn das Kind ober- und unterhalb des Körpers weniger als 10 cm Freiraum hat, wird es Zeit für eine neue Matratze.

Das Material
Kindermatratzen aus Kokos-Latex haben sich auf dem Markt bewährt. Dank des Latex wird dafür gesorgt, dass sich der Druck gleichmäßig verteilt. Die harten Kokosfasern sorgen für eine gute Belüftung. In Kombination sichern die beiden Materialien einen guten Schlaf. Wenn das Baby/Kind beispielsweise stark schwitzt, wird der Schweiß gut abtransportiert. Die Bezüge dieser Kindermatratzen bestehen zumeist aus Baumwolle.

Die Pflege einer Kindermatratze: Darauf sollte geachtet werden

Die Matratze regelmäßig auslüften
Nach dem Auspacken riechen die meisten der Kindermatratzen zuerst unangenehm, doch hier besteht kein Grund zur Sorge. Bei diesen Ausdünstungen handelt es sich um flüchtige, organische Verbindungen, die für die Gesundheit des Kindes unbedenklich sind. Vor Gebrauch sollte die Kindermatratze gut ausgelüftet werden. Es kann vorkommen, dass der Geruch erst nach einigen Wochen vollkommen verschwunden ist.

Schutzbezüge aus Kunststoff und Gummimatten vermeiden
Soll für einen guten Schutz der Matratze gesorgt werden, dann sollte auf jeden Fall zu atmungsaktiven Matratzenbezügen gegriffen werden, die über einen integrierten Nässeschutz verfügen. Von Matratzenunterlagen aus Gummi und Kunststoffbezüge sollte hingegen Abstand genommen werden, denn diese wirken sich negativ auf das Schlafklima aus sowie auf den Feuchtigkeitstransport der Matratze.

Ein Lattenrost gegen Schimmelbildung
Empfehlenswert ist für Kleinkinder ein stabiler Lattenrost als Schlafunterlage. Auf keinen Fall sollte die Matratze auf einer geschlossenen Fläche liegen, denn dann wird die Unterseite nicht ausreichend belüftet und es kann sich Schimmel bilden.

Fragen und Antworten zu Kindermatratzen

Was tun wenn das Kind ins Bett macht?
Das morgendliche Erwachen beginnt bei vielen Kindern mit einem nassen Bett und Schlafanzug bzw. Nachthemd. Diese Kinder leiden unter dem Bettnässen und dabei wacht das Kind nicht auf, wenn die Blase voll ist und aus diesem Grund entspannt sich der Schließmuskel und die Blase entleert sich unwillkürlich.

Viele Eltern sind ratlos und zudem ist die Situation meißt auch noch unangenehm. Doch auch wenn das Kind unter Bettnässen leidet, so ist das keinesfalls etwas Schlimmes, denn im Normalfall endet das mit dem 10. Lebensjahr. Wichtig ist es in jedem Fall, die Matratze richtig zu reinigen, damit das Kind am Abend wieder in einem sauberen Bett schlafen kann. Hier empfiehlt sich ein Bettbezug, der über eine eingenähte Gummischicht verfügt oder eine wasserdichte Matratzenauflage. Für Kinder die regelmäßig ins Bett machen hilft oftmals jedoch nur die Verwendung von Windeln.

Was zeichnet die beste Kindermatratze aus?
Die beste Matratze für Kinder ist eine ohne Liegezonen und mit guten Liegekomfort. Zudem sollte die Matratze fest genug sein, damit das Kind beim entspannten Schlaf genügend gestützt wird. Für Kleinkinder ist ein Bezug aus Baumwolle am angenehmsten.

Ist eine gebrauchte Matratze sinnvoll?
Es lässt sich pauschal nicht sagen, ob eine gebrauchte Kindermatratze von Freunden oder den eigenen Kindern empfehlenswert ist oder nicht. Doch Wichtig ist dabei, auf den Zustand und die Nutzungsdauer zu achten. Weist die Matratze starke Flecken auf, die nicht zu entfernen sind, dann ist eher davon abzuraten, denn diese enthalten Bakterien und können schädlich sein für das Kind. Ebenfalls wird von einer Matratze abgeraten, die über längere Zeit bereits in Gebrauch war, denn in der Regel können sie nicht mehr die volle Stützkraft bieten und diese ist besonders im Wachstum unerlässlich.