Latexmatratze

Das Wichtigste zum Latexmatratzen Test direkt auf einen Blick:

  • Der Härtegrad ist das wichtigste Kriterium beim Kauf einer Latexmatratze. Dieser ist abhängig von Deinem Körpergewicht. So eignet sich eine Matratze mit H1 für Personen bis zu 60 kg Körpergewicht und H2 für alle mit einem Körpergewicht zwischen 60 und 80 kg, H3 für alle über 80 kg.
  • Es sollte unbedingt auf die Zertifikate der Modelle geachtet werden, denn sie garantieren, dass das Produkt auf wichtige Punkte wie Sicherheit, Hygiene, Betriebstauglichkeit und Schadstoffe überprüft wurde.
  • Was den Bezug der Latexmatratze angeht, so sollte dieser waschbar sein. Empfehlenswert bzw. ideal ist ein Bezug, der bei 60 Grad in der Maschine gewaschen werden kann, denn so werden Milben, die sich zwar nicht im Latex, aber im Baumwollbezug festsetzen können, abgetötet.

Was ist eine Latexmatratze?

Eine Latexmatratze wird von vielen gern anstelle einer Kaltschaummatratze oder einer Federnkernmatratze genutzt und selbst als Kindermatratzen sind diese Matratzen-Modelle sehr beliebt. Vor allem Allergiker schwören auf diesen Matratzen-Typ, denn eine Latexmatratze ist antibakteriell und Hautmilben haben keine Chance. Doch auch kräftig gebaute Personen sind von dem Schlafkomfort, den die Latexmatratzen bieten, überzeugt.

Bei Latex handelt es sich um ein sehr elastisches Material. Aus diesem Grund wird es unter schwerem Gewicht und hohem Druck nicht platt gedrückt, ganz im Gegenteil – es wirkt angenehm entgegen. Die Wirbelsäule wird durch den sanften Gegendruck der Matratze gegen den Körper entlastet, da während des Schlafs nicht zu viel Körpergewicht auf ihr lastet. Des Weiteren ist Latex auch aufgrund seiner Langlebigkeit sehr beliebt. Eine Latexmatratze kann ohne Bedenken bis zu 10 Jahren verwendet werden, bevor sie dann gegen ein neues Modell ausgetauscht werden sollte. Hier die Vor- und Nachteile einer Latexmatratze:

Die Vorteile

  • eine gute Wärmedämmung
  • Allergikergeeignet
  • langlebig
  • hygienisch
  • gute Punktelastizität

Die Nachteile

  • hohe Anschaffungskosten
  • schwer
  • geringe Luftzirkulation
  • Für wen ist die Latexmatratze geeignet?

Die Latexmatratze ist geeignet für:

  • Allergiker
  • Menschen, die unter Rückenschmerzen leiden
  • Menschen, die in der Nacht frieren/schwitzen

Nicht geeignet für:

  • Menschen, die eher als „pflegefaul“ gelten bzw. wenig Zeit haben – denn die Matratze muss gepflegt werden
  • Schnäppchenjäger – eine Latexmatratze ist nicht günstig in der Anschaffung aufgrund der Herstellungskosten

Im Kartext: Eine Latexmatratze eignet sich generell für Personen, die es gern warm haben, eine hervorragende Punktelastizität schätzen und darauf großen wert legen. Schläfer, die nachts schwitzen und kräftige Personen mit einer ausgeprägten Hüfte fühlen sich auf einer Latexmatratze sehr wohl. Personen, die jedoch besonders viel transpirieren und aus diesem Grund eine Unterlage benötigen, die eine hohe Luftzirkulation aufweist, sollten eher Abstand von einer Latexmatratze nehmen – sie sind dann mit einer Tonnentaschenfederkernmatratze besser bedient, die einen hohen Härtegrad aufweist. Auch die antiallergenen Eigenschaften von Latex werden sehr geschätzt. Für Allergiker ist die Latexmatratze zumeist die erste Wahl, da jedes Modell antibakteriell beschichtet ist.

Die Testsieger im Latexmatratzen Test

Bei ihrem Matratzen Test im Jahr 2014 staunten die Tester der Stiftung Warentest nicht schlecht, denn die Latexmatratzen schnitten am besten ab. Von fünf getesteten Matratzen erhielten gleich drei Modelle die Note „Gut“ und die anderen beiden „Befriedigend“. Dieses Ergebnis wurde von den Experten als „große Überraschung“ bezeichnet. Vor allem in Hinsicht auf die Haltbarkeit punkteten die Latexmatratzen.

In Bezug auf die Haltbarkeit lassen die Latexmatratzen andere Modelle weit hinter sich und wer auf eine lange Haltbarkeit setzt, der ist mit einer Latexmatratze gut bedient. Aber auch andere Eigenschaften können die Latexmatratze als vorteilhaft erscheinen lassen, denn sie bringt eine hervorragende Wärmedämmung mit sich und von dieser profitieren Personen, die leicht frieren.

Die drei Latexmatratzen, die von Stiftung Warentest mit „Gut“ bezeichnet wurden sind:

  • Sembella Belair Clima Natur mit Aqua-Bezug
  • Waschbär Naturmatratze Latex 1
  • Allnatura Supra-Comfort Allergie

Was gute Latex-Matratzen ausmacht: die Besonderheiten

Wer sich für eine Latexmatratze interessiert, der sollte die Besonderheiten kennen, die diese Matratze aufweist:

Der Preis

Eine gute Latexmatratze ist nicht so günstig wie beispielsweise eine Kaltschaummatratze. Als Doppelmatratze kann eine Matratze aus Latex leicht mit 600 Euro und mehr zu Buche schlagen. Wer auf günstigere Modelle setzt und bei der Anschaffung sparen möchte, der muss dann jedoch damit rechnen, Abstriche beim Liegekomfort machen zu müssen.

Die Punktelastizität und der Bezug

Eine Latexmatratze ist im eigentlichen Sinne sehr punktelastisch, ähnlich wie eine Taschenfederkernmatratze, aber diese Eigenschaft wird stark gedämpft durch die versteppten und damit starren Bezüge. Von Herstellern wie Allnatura und Elza wurde dieses Problem gelöst. Sie haben einen guten Kompromiss gefunden zwischen dem elastischen Einsinken und einem ausreichenden Bezug.

Die Liegezonen der Matratze

Auch Matratzen aus Latex werden mit mehreren Zonen angeboten und sie eignen sich besonders für Personen mit weichen Schulter- und Beckenzonen. Zudem gibt es auch Modelle, wie die von Prolona, die über weniger Zonen verfügen und aus diesem Grund eher für einen gleichmäßigen Körperbau geeignet sind.

Die Biegeelastizität

Bei Latexmatratzen ist diese Eigenschaft sehr gut ausgeprägt und sie bewirkt, dass sich die Matratze sehr gut an jeden Lattenrost anpasst.

Die Latex Materialien

Beim Kauf muss der Käufer genau hinsehen, denn es gibt Modelle die zu viel Nitrosamine abgeben, die bei der Kautschuk-Vulkanisierung entstehen. Selbstverständlich werden die gesetzlichen Vorschriften stets eingehalten, aber dennoch gilt hier: Weniger ist besser.

Wie Latexmatratzen hergestellt werden

Vielleicht denkt man sich, was interessiert es mich, wie Latex hergestellt wird, doch diese Frage sollte auf jeden Fall mit in die Kaufentscheidung einfließen. Denn durch die Latex-Herstellung wird aufgezeigt, welche Qualitätsunterschiede bei den Matratzen zu erwarten sind.

Das für Latexmatratzen benötigte Latex wird aus dem Milchsaft des Kautschukbaums gewonnen oder auch synthetisch hergestellt. Bei der Herstellung des Matratzeninneren, also des Kerns, für die Matratze, wird die Latexmischung in eine dafür vorgesehene Form gegossen. Das Material wird mit zahlreichen stabförmigen Heizelementen erhitzt und vulkanisiert. An den Stellen wo sich die Heizstäbe befinden, entstehen stiftförmige Aussparungen, bei denen es sich um die charakteristischen Löcher des sogenannten Stiftlatex handelt. Während der Herstellung entsteht eine große Menge an Luftbläschen, die eine wichtige Rolle bei der Durchlüftung des Kerns spielen und auch bei der Feuchtigkeitsregulierung. Aber dennoch, eine Latexmatratze kann nicht ganz so viel Feuchtigkeit abführen, wie beispielsweise eine Federnkernmatratze.

Wenn bei der Herstellung einer Latexmatratze im Polymehranteil ausschließlich Naturpolymere verwendet werden und zur Vulkanisation max. 5 % Vulkanisationsmittel nicht überschritten werden, dann handelt es sich um eine Natur-Latexmatratze. Diese besitzt eine wesentlich höhere Punktelastizität als der synthetische Latex und bietet ein noch rückenfreundlicheres Klima.

Die dritte Variante ist Talalay-Latex, das für seine hohe Lebensdauer bekannt ist. Hier liegt das Geheimnis neben der speziellen Rezepturen auch in dem einzigartigen Herstellungsverfahren. Dieses Talalay-Verfahren besteht aus mehreren Phasen, in denen die flüssige Kautschukmilch durch Gefrieren, Gelieren und Vulkanisieren in Latex-Kerne umgewandelt wird.
Das Ergebnis von diesem Herstellungsverfahren ist ein Latex, das eine außergewöhnlich hohe Qualität aufweist und das sich durch maximale Beständigkeit sowie einer optimalen Elastizität auszeichnet. Des Weiteren überzeugt Talalay Latex auch durch eine offene Zellstruktur, womit für eine hervorragende Luft- und Feuchtigkeitsregulierung mit einer antibakteriellen Wirkung gesorgt ist. Die einzigartige Punktelastizität dieser Latexmatratze garantiert einen sehr guten Schlaf.

Kaufkriterien für eine Latexmatratze: Darauf muss geachtet werden

Wenn es um eine optimale Kaufberatung geht, dann beinhaltet diese die wichtigsten Kategorien, die notwendig sind, um eine passende Latexmatratze zu finden. Sicherlich sorgt eine Latexmatratze von Ikea auch für einen guten Schlaf, doch hier fehlt zumeist die kompetente Kaufberatung.

Die Matratzengröße

Auch beim Kauf einer Latexmatratze muss auf die Matratzengröße geachtet werden. In der Regel werden folgende Matratzengrößen angeboten:

  • 90 x 200
  • 140 x 200
  • 160 x 200

Die Latexmatratzen in der Größe 180 x 200 wird vor allem kräftigeren Personen empfohlen mit einem etwas kräftigeren Partner, denn dann ist im Bett genügend Platz um sich richtig zu erholen.

Der Härtegrad/das Gewicht

Jeder Mensch ist anders – das heißt, das wir uns in Gewicht, Größe und Körperbau unterscheiden. Damit jeder Mensch mit seiner ganz individuellen Statur auch einen entspannten Schlaf genießen und seine Wirbelsäule angemessen entlasten kann, werden von Latex-Matratzenherstellern wie Ravensberger, Sleep Tec oder Primo Line dieselben Latexmatratzen Modelle angeboten aber in unterschiedlichen Härtegraden. Der Härtegrad einer Matratze wird grundsätzlich mit H abgekürzt und in der nachfolgenden Tabelle sind einmal alle Härtegrade aufgelistet und auch das dazu passende Körpergewicht.

  • H1/bis 60 kg
  • H2/60 bis 80 kg
  • H3:über 80 kg

Der Bezug der Matratze

Zumeist besteht das Bezugsmaterial aus Medicott Material, Klimafaser Material, Polyester oder Baumwolle. Hier muss erwähnt werden, dass Medicott das optimale Bezugsmaterial ist und nicht nur für Latex- sondern auch für Kaltschaummatratzen. Für einen Medicott-Bezug werden naturbelassene Baumwollstoffe oder Baumwoll-Mischgewebe verwendet und bei der Herstellung werden auch keine Chemikalien verwendet und das macht diesen Bezug zu einem geschätzten Gut.

Doch auch die chemisch behandelte Baumwolle ist bei den Herstellern sehr beliebt, denn die Baumwolle wirkt antibakteriell und eignet sich perfekt für Personen, die eine empfindliche Haut haben.

PAN – Polyacrylfaser ist der Hauptbestandteil von Klimafaser und der scharfe Geruch entsteht durch die Acrylsäure, durch die der Bezug atmungsaktiv wird und die Feuchtigkeitsabgabe gewährleistet.

Nicht so gern verwendet wird Polyester, denn dabei handelt es sich zwar um einen preisgünstigen Faserverbundkunststoff, der zwar wie Baumwolle aussieht, aber um ein Vielfaches schlechter ist im Bezug auf die Qualität. Was noch dazu kommt, ist, dass sich Kleidung und vor allem die Haare statisch aufladen und man entweder einen elektrischen Schlag erhält oder die Haare fliegen, sobald ein anderer Gegenstand ergriffen wird.

Erfolgreiche Latexmatratzen Hersteller

  • Hukla
  • Home24
  • Schlaraffia
  • Badenia
  • Betten-ABC
  • Dunlopillo

Fazit zu den Latexmatratzen

Im eigentlichen Sinne ist eine Latexmatratze für fast alle Schläfer geeignet. Wer unter bestimmten gesundheitlichen Problemen leiden, wie beispielsweise Verspannungen, wird besonders zufrieden sein, denn die Latexmatratze entlastet die Wirbelsäule während des Schlafs. Doch auch Personen die leicht schwitzen sind bestens beraten mit einer Matratze aus Latex, denn sie wirkt feuchtigkeitsregulierend, nimmt die Nässe gut auf und gibt diese dank einer optimalen Luftzirkulation wieder ab. Des Weiteren wird diese Matratzen-Art auch Allergikern empfohlen, denn Milben können im Latex nicht überleben. Eine Latexmatratze ist keine Rollmatratze und kann daher nicht so leicht verstaut werden.