Orthopädische Matratzen Doktor
Das Wichtigste zum Orthopädischen Matratzen Test in Kürze:

  • Eine orthopädische Matratze ist nicht nur für Menschen mit Rückenproblemen empfehlenswert, sondern auch zur Schonung der Gelenke ist sie bestens geeignet.
  • Der Körper wird entlastet aufgrund dessen, dass der Druck gleichmäßig verteilt wird. Die Wirbelsäule wird anatomisch korrekt gestützt und beugt somit auch morgendlichen Rückenschmerzen vor. Des Weiteren wird die Blutzirkulation erleichtert und die Muskeln können sich entspannen.
  • Am schwersten Punkt wird von den gewöhnlichen Matratzen Druck ausgeübt und der Druck kann so stark sein, dass dadurch die Blutzirkulation gehemmt wird. Durch eine orthopädische Matratze werden die Zonen hingegen druckentlastet.

Wozu dient eine orthopädische Matratze?

Die Personen, die eine orthopädische Matratze auswählen, benötigen einen individuellen Schlafkomfort bzw. sie benötigen eine Orthopädisch sinnvolle Körperstützung wie beispielsweise nach einem Bandscheibenvorfall. Dieser stellt in allen seinen Ausprägungen den absoluten Klassiker dar und die betroffenen Personen können oftmals gar nicht mehr auf einer anderen Matratze wie einer Orthopädischen schlafen. Sicherlich würden auch sie auf einer anderen Matratze Schlaf finden, doch nachts würden sie mit Schmerzen aufwachen und das ist ein sehr ernstes Zeichen, dass sie sich morgens auch nicht mehr erheben können.

Genau für diesen Zweck, also für Personen mit minderschweren orthopädischen und ergonomischen Problemen wurden die orthopädischen Matratzen geschaffen. Personen die unter Wirbelsäulen-Problemen beispielsweise leiden, sollten beim Kauf darauf achten, dass die Matratze eine filigrane Körperanpassung bietet. Selbstverständlich kann die orthopädische Matratze einen Wirbelsäulen-Schaden nicht heilen, aber auf jeden Fall bewirkt sie ein bequemeres Liegen.

Wie ist eine orthopädische Matratze aufgebaut?

Das Wort „Orthopädie“ ist an das Griechische angelehnt und setzt sich aus “ὀρϑός = aufrecht” und “παιδεία = Kindererziehung” zusammen. In der Orthopädie sollen Form- oder Funktionsfehler des menschlichen Stütz- und Bewegungsapparates vermieden und/oder gelindert werden. Eine orthopädische Matratze kann mit ihrer durchdachten Konstruktion dazu beitragen, aber sie kann keine Wunder vollbringen. Dazu kommt, dass der Begriff „Orthopädische Matratze“ nicht geschützt ist und daher hält nicht jede Matratze, die das Wort „orthopädisch“ trägt, was sie verspricht. Übt eine Matratze eine orthopädische Funktion aus, dann muss sie folgende Punkte erfüllen:

  • In jeder Liegeposition die Wirbelsäule natürlich unterstützen.
  • Linderung der Muskelverspannungen
  • Vermeidung von Durchblutungsstörungen

Nur dann wenn die Matratze diese drei Punkte erfüllt, hat sie die Bezeichnung „orthopädisch“ bzw. Orthopädische Matratze verdient. Mit diversen Maßnahmen versuchen die Hersteller eben diese Ziele zu erreichen und entsprechende Matratzen sind auf eine besondere Weise zoniert oder sind besonders punktelastisch. Doch die Schwierigkeiten ergeben sich aus dem sehr unterschiedlichen Körperbau bzw. der körperlichen Konstitution der Menschen, deren Becken und Schulterzone eine sehr differenzierte Unterstützung benötigen. Ganz besonders dann wenn es erst einmal zu orthopädischen Problemen gekommen ist. Aus diesem Grund muss eine orthopädische Matratze in ihrer Zonierung und in ihrem gesamten Härtegrad hervorragend dem Körpergewicht und der individuellen Konstitution des Schläfers entsprechen.

Was macht eine gute orthopädische Matratze aus?

Eine gute orthopädische Matratze ist auf eine ganz spezielle Weise zoniert und passt sich den unterschiedlichen Körperkonstitutionen bestens an. Als Pflicht gelten fünf bis sieben Zonen, wobei die Mittelzone härter ist, als die Schulterzone. Doch diese muss wiederum hart genug sein, dass die Schulter zwar einsinken kann, aber die Wirbelsäule dabei keinen Knick macht, sondern ihren natürlichen S-förmigen Verlauf behält. Das Ganze muss zudem bei Menschen mit unterschiedlicher Körpergröße und einer unterschiedlichen Gewichtsverteilung funktionieren. Aus diesem Grund muss sich die orthopädische Matratze von einer, sagen wir durchschnittlichen Matratze mit ihrer Kompromisslösung, absetzen.

Daher gilt es für Personen, die sich eine orthopädische Matratze anschaffen möchten, die Matratze sorgfältig und in Ruhe auszuwählen. Wenn die orthopädische Matratze ihren Namen verdient, dann sind die verschiedenen Zonen ganz individuell an die Körperform angepasst. Das heißt, die Matratze ist individuell konfektioniert. Eine andere Alternative ist es, die sowieso zonierte Matratze relativ weich zu gestalten und dann die Anpassung über den Lattenrost vorzunehmen – darauf muss der Hersteller zwingend hinweisen.

Des Weiteren gilt es, einen weiteren Fakt zu beachten: Eine Vielzahl von orthopädischen Matratzen weisen nicht nur sieben, sondern nur fünf Zonen auf und diese differenzieren stärker, als normale Matratzen. Die beste orthopädische Matratze, die derzeit im Handel angeboten wird, ist die Allnatura Supra-Comfort, die auch bei Stiftung Warentest Testsieger wurde.

Die Eigenschaften auf den Punkt gebracht:

  • Eine gute orthopädische Matratze sorgt dafür, dass die Wirbelsäule ihre natürliche S-Krümmung in der Seitenlage beibehält.
  • Die Bandscheiben dürfen in der Seitenlage keinesfalls zusammengedrückt werden.
  • Eine harte Matratze ist nur dann empfehlenswert, wenn unter (chronischen) Nackenschmerzen gelitten wird. Aber sie darf auch nicht so weich sein, dass die Wirbelsäule in der Rücken- oder Seitenlage durchhängt.
  • Von einer guten orthopädischen Matratze wird eine Schulter-Absenkung unterstützt, sodass auch Seitenschläfer auf ihr bequem und erholsam schlafen können. Gewährleistet wird das in der Regel durch in die Oberfläche geschnittene Quer-Kanäle.

Die Vor- und Nachteile von orthopädischen Matratzen

Die Vorteile:

  • Die orthopädische Matratze bietet einen hohen Schlafkomfort, da der Druck optimal verteilt wird.
  • Wirbelsäule, Bandscheiben und Gelenke werden entlastet – dadurch kann ein gesunder Schlaf genossen werden, ohne anschließende Verspannungen.
  • Muskelverspannungen sowie Knochen- und Gelenkschmerzen werden gelindert.
  • Durchblutungsstörungen werden verhindert (Kribbeln in Füssen und Händen beispielsweise).
  • Eine Förderung ist teilsweise durch die Krankenkasse möglich.

Die Nachteile:

  • Eine orthopädische Matratze ist teuer als herkömmliche Matratzen (wenn eine Förderung der Krankenkasse nicht gegeben ist).
  • Ein eventuell vorhandener starrer Lattenrost muss durch einen flexiblen ersetzt werden.
  • Teilweise schwerer aufgrund der verwendeten Materialien.

Was gilt es, bei einer orthopädischen Matratze zu beachten?
Wird eine orthopädische Matratze gekauft, dann sind dafür die folgenden Kriterien maßgeblich:

  • Der Härtegrad: Auf jeden Fall muss die Matratze in unterschiedlichen und auch sehr differenzierten Härtegraden angeboten werden. Hier genügen H1, H2 und H3 oftmals nicht. Das beste ist, wenn der Hersteller ein Körpergewicht angibt.
  • Die Liegezonen: Es können fünf Zonen ausreichen, aber müssen differenziert ausfallen. Auch das muss aus der Produktbeschreibung ganz genau hervorgehen.
  • Die Art der Matratze: Zumeist bestehen die orthopädischen Matratzen aus Naturlatex, Viskoseschaum oder einer Mischung aus den beiden Bestandteilen und Kaltschaum. Das ist nicht gerade günstig vom Preis her, aber nur Latex und Viskoseschaum bieten die Körperanpassung und gleichzeitige Straffheit, die eben bei orthopädischen Problemen notwendig ist.
  • Die Mastratzen Testberichte: Es ist ratsam sich über Testberichte zu informieren. Denn eine orthopädische Matratze bringt auch Eigenschaften mit sich, wie beispielsweise Einwirkungen in Hinsicht auf Silber-Zink-Zeolith für bessere Hygieneeigenschaften. Dieser Fakt macht wiederum die Verwendung von Latex erforderlich, denn dieses Material ist nicht sehr atmungsaktiv.

Es gibt Anbieter die sich auf die Herstellung von orthopädischen Matratzen spezialisiert haben, wie beispielsweise Allnatura und auf deren Produkte ist Verlass.

Wissenswertes

Entgegen aller Vorurteile gegenüber die orthopädischen Matratzen, werden diese bei Weitem nicht nur von Menschen verwendet, die über Rücken- und Nackenschmerzen leiden, sondern viele Nutzer dieser Matratzen-Art haben für sich entdeckt, wie wichtig ein erholsamer Schlaf für die eigene Lebensqualität ist. So hilft eine orthopädische Matratze nicht nur dabei, Verspannungen in der Wirbelsäule vorzubeugen, sondern sie wirkt sich auch druckentlastend auf den gesamten Körper aus. Mit einer orthopädischen Matratze gehören Gelenkschmerzen und Durchblutungsstörungen der Vergangenheit an. Zudem ist diese Matratzen-Art ein wenig weicher als eine handelsübliche Matratze und hilft somit auch dabei, die Knochen und Gelenke nachhaltig zu schonen.

Wichtig: Da eine orthopädische Matratze weicher ist, sind diese Matratzen-Modelle für Kinder nicht geeignet! Hier sollte aus sicherheitstechnischen Aspekten stets ein härteres Modell der Kinderbettmatratzen gewählt werden!

Tipp: Eine orthopädische Matratze ist besonders gut geeignet für Menschen, die im Alltag einer starken körperlichen Belastung ausgesetzt sind – sie ist eine perfekte Alternative zu den klassischen Modellen.

Fazit: Wer sich also für den Kauf einer orthopädischen Matratze entscheidet, der trifft eine weitreichende Entscheidung und das nicht nur in Bezug auf den eigenen Schlafkomfort, sondern auch auf eine gesteigerte Lebensqualität sowie eine Vorbeugung von Nacken- und Rückenschmerzen.