Taschenfedern Matratzenkern
Das Wichtigste zu den Taschenfederkernmatratzen Test in Kürze:

  • Gute Körperanpassung
  • Hohe Punktelastizität
  • Weitreichende Luftzirkulation

Die Matratze erhält ihre Stabilität und Flexibilität durch ihren Aufbau – das heißt aufgrund der aneinandergereihten Federtaschen. Somit wird eine ausgeglichene Liegeposition garantiert. Die Luft kann zwischen den Taschen optimal zirkulieren, sodass Wärme absorbiert und die Taschenfederkernmatratze auch durchweg gut durchlüftet wird.

In erster Linie eignet sich eine Taschenfederkernmatratze für Rücken- und Bauchschläfer sowie für Menschen mit einem höheren Gewicht und all diejenige, denen sehr schnell warm wird. Die Punktelastizität kann sich erst durch die flache Liegeposition, bei der sich das Körpergewicht gleichmäßig auf der Oberseite der Matratze verteilt, entfalten. Auch bei größeren Belastungen bilden sich durch die stabilen Stahlfedern keine Kuhlen und Wärme sowie Schweiß werden dank der guten Durchlüftungsfunktion schnell abgeleitet und die Matratze bleibt kühl. Weitere gute Matratzen gibt es hier im Matratzen Test.

Unterschieden wird bei den Taschenfederkernmatratzen zwischen:

  1. Dem einfachen Taschenfederkern mit taillierten Stahlfedern und
  2. Dem Tonnentaschenfederkern mit einer bauchig geformten Feder

Letztere bietet dabei noch einen höheren Komfort, denn durch die bauchige Federnbiegung wird die flexible Punktelastizität verbessert und so kann sich die Taschenfederkernmatratze noch gezielter dem Körper anpassen.

Was ist eine Taschenfederkernmatratze

Zuerst einmal muss geklärt werden, was überhaupt eine Taschenfederkernmatratze ist – hier sollte man ehrlich sein und sagen, dass der Begriff „Taschenfederkernmatratze“ ganz schön erschlagen ist und noch schlimmer ist es, wenn von der „Tonnentaschenfederkernmatratze“ gesprochen wird. Die Frage ist, was verbirgt sich hinter diesen endlos langen Worten und welche Informationen verstecken sich dahinter?

Der Aufbau einer Taschenfederkernmatratze

Die namensgebenden Stahlfedern gehören zu der Grundausstattung einer jeden Matratze mit Taschenfedernkern, wie sie auch in den einfachen Federkernmatratzen zu finden sind. Doch letzteres Matratzen-Modell verfügt über einen Bonellfederkern, dessen Federn eine taillierte Form aufweisen und für eine gute Stabilität der Matratze sorgen. Dreht sich der Schlafende um, dann nimmt die Matratze sofort wieder ihre ursprüngliche Form mit einer glatten Oberfläche an.

Einmal zum Vergleich: Bei einer Kaltschaummatratze ist noch länger eine körpergeformte Liegekuhle vorhanden.

Wenn die taillierten Stahlfedern reihenweise in viele kleine Taschen verpackt sind, die miteinander verklebt oder verklemmt sind, dann handelt es sich um eine Taschenfederkernmatratze. Durch eine obere und untere Schaumstoffschicht sind die Federtaschen gut gepolstert und passe sich aus diesem Grund sehr gut der Körperform an. Zudem wird durch die einzelnen Taschen auch eine gute Punktelastizität gewährleistet und auch die Wirbelsäule wird optimal gestützt.

Die Tonnentaschenfederkernmatratze geht noch einen Schritt weiter, denn hier sind die Stahlfedern nicht tailliert, sondern bauchförmig und bieten daher eine noch flexiblere Körperanpassung sowie eine hohe Belastbarkeit. Es gibt auch Matratzen, wo die beiden Federformen miteinander kombiniert sind –, wodurch eine bestmögliche Flexibilität gewährleistet ist.

Die Eigenschaften der Taschenfederkernmatratze

Der Federkern einer Taschenfederkernmatratze weist eine Reihe an Komforteigenschaften auf, die andere Matratzen-Modelle, wie Latexmatratzen, – Schaumstoff- oder Kaltschaummatratzen nicht aufweisen können. Aber die Taschenfederkernmatratze ist nicht für jeden Schlaftyp geeignet und auch ein verstellbarer Lattenrost ist für diesen Matratzen-Typ keinesfalls ratsam, denn dadurch können sich die Federn verbiegen. Hier einmal die Vor- und Nachteile der Taschenfederkernmatratzen:

Die Vorteile:

  • Eine gute Luftzirkulation
  • Die Feuchtigkeit wird abtransportiert
  • Es bildet sich kein Schimmel
  • Eine hohe Belastbarkeit
  • Eine lange Haltbarkeit
  • Für Rücken- und Bauchschläfer
  • Für Personen mit einem höheren Gewicht
  • Sie sind schweißresistent
  • 5 oder 7 Zonen

Die Nachteile:

  • Sie speichern schlecht Wärme
  • Sind ungeeignet für Menschen die sehr schnell frieren
  • Nicht für Seitenschläfer
  • Nicht für kleine, leichte Menschen
  • Sind zumeist ungeeignet für verstellbare Lattenroste

Was man beim Kauf von einer Taschenfederkernmatratze beachten sollte

Sicherlich wird ein jeder schon einmal davon gehört haben, dass es abgestufte Härtegrade gibt, besonders dann wenn bereits einmal eine Matratze in einem Fachgeschäft gekauft wurde. Diese Härtegrade orientieren sich am Körpergewicht, sodass auch die Auswahl der Taschenfederkernmatratze gewichtsabhängig ist. Wenn die Taschenfederkernmatratze hart ist, dann ist sie besonders für Menschen mit Rückenbeschwerden geeignet.
Wenn eine Matratze gekauft wird, dann sollte auf jeden Fall ein Taschenfederkernmatratzen Vergleich durchgeführt werden und dabei wird schnell klar, dass bei diese Matratzen keine feststehenden Normungen der einzelnen Härtegrade vorliegen und der gefühlte Härtegrad je nach Hersteller anders ausfällt / ausfallen kann. Aber dennoch hier einmal eine ungefähre Einteilung der Härtegrade:

  • H1/sehr weich: bis ca. 60 kg
  • H2/weich: 60 – 80 kg
  • H3/mittel: 80 – 100 kg
  • H4/hart: über 100 kg und für orthopädische Zwecke
  • H5/sehr hart: bei starkem Gewicht und für orthopädische Zwecke

Doch wie gesagt, dabei handelt es sich nur um Richtwerte, die auch in der Relation zur Körpergröße gestellt werden müssen. So ist für einen großen Menschen, mit einer Körpergröße von zwei Metern und einem Gewicht von 110 kg möglicherweise noch der Härtegrad 3 empfehlenswert, da das Gewicht gleichmäßiger verteilt wird. Zudem ist davon auszugehen, dass der Härtegrad der beim Kauf bestand auch im Laufe der Zeit abnimmt und dann die Taschenfederkernmatratze ungesund für die Körperhaltung wird.

  • Die 7-Zonen-Matratze

Es ist ganz unabhängig davon, welche Matratzengröße benötigt wird:

  • 90×200 cm
  • 140×200 cm
  • 180×200 cm

Die Hersteller bieten den Service der Zonen-Matratzen. So werden Taschenfederkernmatratzen mit fünf Zonen angeboten, doch die meisten greifen auf die 7-Zonen zurück. Durch diese Einteilung der Matratze soll von Kopf bis Fuß durch die unterschiedlichen Belastungsschwerpunkte eine gesunde Haltung im Schlaf sichergestellt werden, womit auch Rückenschmerzen dann vermieden werden.

Die Matratzenhöhe

Die Gesamthöhe der Taschenfederkernmatratze errechnet sich aus zwei Fakten: der maßgeblichen Kernhöhe und der Außenhülle. Die Gesamthöhe der Taschenfederkernmatratze beinhaltet somit den Federkern mit der jeweils unterschiedlichen Federanzahl, die Polstermaterialien und den Bezug. Doch hier trifft nicht der Fall „je größer, desto besser“ zu. Wer sich eine günstigere Taschenfederkernmatratze zulegt, der muss jedoch in Kauf nehmen, dass sich mit einer geringeren Dicke, der Komfort verringert. Doch die Dichte und die Dicke der verwendeten Materialien sind schließlich entscheidend.

Das Raumgewicht

Dieses errechnet sich anhand des Gewichts in Kilogramm pro Volumen in Kubikmeter. Hier gilt: je höher der Wert, desto besser. Doch diese Aussage lässt sich bei der Taschenfederkernmatratze im Gegensatz zu der Kaltschaummatratze nicht einfach anwenden. Hier sollte das Raumgewicht grundsätzlich bei 30kg/m³ liegen, denn so kann ein gesunder Komfort garantiert werden.
Zudem lohnt es sich auch einen Blick auf die Dichte der Schaumbedeckung oberhalb und unterhalb der Federtaschen zu werfen. Sollte diese zu dünn sein, dann drücken sich die Federn durch die Matratzenauflage.

Die Testsieger in unserem Taschenfederkernmatratzen Test

Es gibt eine Vielzahl von allgemeinen Matratzentest, die im Internet zu finden sind und daneben auch von der Stiftung Warentest, die einen Taschenfederkernmatratzen Test in ihrer Ausgabe 04/2015 durchführte. Dafür wurden 19 Modelle getestet und miteinander verglichen. Die „Allrounderin“ Schlaraffia Viva Plus Aqua gehörte unter anderem zu den Testsiegern und ein zweiter Testsieger ist das Modell Orthomatic Perfect TT von Musterring.

Die Stiftung Warentest legte bei ihrem Test großen Wert auf das Prüfkriterium nach Körperbautypen (HEIA-Typologie). Demnach verteilt sich der Gewichtsschwerpunkt einer Person je nach Körperstatur anders und das bedeutet, was für einen die beste Taschenfederkernmatratze sein kann, ist für den anderen eher unbequem und beschwert den Schlaf deutlich.

Es wird keine besonderes Lattenrost benötigt

Der große Vorteil gegenüber den Schaumstoffunterlagen ist die sehr gute Belüftung der Taschenfederkernmatratzen und eben aus diesem Grund sind sie sehr gut geeignet für Menschen, die stark schwitzen. Zudem benötigt die Taschenfederkernmatratze keine besondere Unterfederung und einen Tellerfederrahmen sollte man der Matratze auf keinen Fall zumuten, denn die Federwirkungen des Rahmens und der Taschenfederkernmatratze können sich gegenseitig blockieren. Hier ist es mit einem einfachen festen Lattenrost getan, der bereits günstig zu erwerben ist und sogar selbst gezimmert werden kann. Selbst für junge Leute sind die Taschenfederkernmatratzen sehr gut geeignet, die ihre Schlafunterlage einfach auf dem Boden legen. Doch die Matratze sollte monatlich gewendet und gedreht werden.

Ein Tipp für die schnell frierenden Taschenfederkernmatratze-Fans

Personen, die leicht bzw. schnell frieren, werden sich auf der warmen Schaumstoff- oder Latexmatratze sicherlich wohler fühlen. Doch es gibt auch eine Möglichkeit, die Wärmeeigenschaften der Taschenfederkernmatratze zu verbessern. Mithilfe von Matratzen-Toppern, die aus Schaum- oder Viscoseschaum hergestellt sind, können die Liegeeigenschaften der Matratze verändert werden. So kann durch einen Topper aus Viscoseschaum beispielsweise eine Memoryschaum-Matratze gezaubert werden. Die viscoelastischen Matratzen sind aus einem Schaumstoff- oder gelegentlich auch Federnkern-Unterbau hergestellt und auf diesen wird dann eine unterschiedlich dicke Liegefläche aus Memoryschaum geklebt.

Die neue Variante der Taschenfederkernmatratzen

Die Mikrotaschenfederkernmatratzen sind neu auf dem Markt und bringen ungefähr doppelt so viele Federn mit, wie die herkömmliche Taschenfederkernmatratze. Durch diesen Fakt wird eine noch höhere Punktelastizität erreicht. Aber da diese zum großen Teil in Handarbeit hergestellt werden, ist diese Variante recht kostspielig. Aber auch die erschwinglichen Verwandten können sich bereits mit einer guten Kaltschaummatratze messen – vor allem im Bezug auf eine gelenkschonende Körperunterstützung.

Erfolgreiche Taschenfederkernmatratzen Hersteller

  • Schlaraffia
  • Calypso
  • Musterring
  • Badenia
  • Breckle
  • Röwa
  • Matratzen Factory Outlet / MFO
  • f.a.n.
  • Rummel
  • Hukla

Zusammenfassung zu den Taschenfederkarnmatratze

Fassen wir zusammen, Taschenfederkernmatratzen werden in verschiedenen Varianten angeboten. Hier gilt nicht er pauschale Grundsatz: je mehr Federn, desto komfortabler. So hat eine guten (Tonnen-) Taschenfederkernmatratze grundsätzlich zwischen 440 und 550 Federn. Sind mehr Federn verbaut, kann es sogar sein, dass der Komfort wieder nachlässt, denn bei zu eng aneinander stehenden Federn an Flexibilität und somit Punktelastizität eingebüßt wird. Selbstverständlich stellt sich der gleiche Effekt ein, wenn die Matratze zu wenig Federn besitzt, denn dann verliert sie an Stabilität. In Hinblick auf den Preis kann tendenziell gesagt werden, dass die günstigen Taschenfederkernmatratzen über weniger Federn verfügen. Doch es muss an dieser Stelle auch darauf hingewiesen werden, dass eine hohe Anzahl an Federn allein nicht ausreicht. Denn es ist auch wichtig, dass die Federn oben und unten von einer dicken Schaumstoffschicht umschlossen werden, damit sich diese nicht durch den Matratzenbezug drücken.

Noch ein letztes Wort zu der Lebensdauer einer Taschenfederkernmatratze: Diese ist unterschiedlich, doch im Vergleich zu einer einfachen Bonell-Federnkernmatratze ausgesprochen lang. Bei der stabileren Variante, der Tonnentaschenfederkernmatratze ist eine lange Lebensdauer am wahrscheinlichsten.